Maya-Frau in Guatemala Lateinamerika
  18.06.2014

Lateinamerika: Tipps für eine sichere Reise

„Du willst nach Lateinamerika? Das ist doch viel zu gefährlich!“, hörte Anja vor ihrer einjährigen Weltreise immer wieder. Inzwischen hat sie als Reisebloggerin viele Länder in Süd- und Zentralamerika bereist UND – ihr ist nichts passiert! Nur eins: Sie hat ihr Herz verloren – an die Maya- und Inka-Stätten in Guatemala und Peru, Traumstrände in Mexiko und Nicaragua oder die Salzwüste in Bolivien. Ihre wichtigsten Tipps für eine sichere Reise durch Lateinamerika.

Sicherheit in Lateinamerika

Auf unserer Reise machten wir auch einen Stopp in der gefährlichsten Stadt der Welt. San Pedro Sula in Honduras hat die höchste Mordrate, hier passieren drei Morde pro Tag. Selbst im weit entfernten Deutschland hört man immer wieder von Banden- und Drogen-Kriegen in Lateinamerika. Mit unserer kleinen Reisegruppe waren wir im Auto mit Fahrer und Guide unterwegs. Ich fühlte mich darin sicher. Allerdings waren überall Wachleute mit Maschinengewehren zu sehen, dort ein alltäglicher Anblick. „Sie sorgen dafür, dass nichts passiert“, meinte unser Guide dazu.

Bunte Haeuser in Ataco - El Salvador

Leider habe ich in Lateinamerika immer wieder Reisende getroffen, die bestohlen wurden. Ein Kind entriss einer Frau die Kamera, als sie gerade vor einer Kirche ein Bild machen wollte. Einer Asiatin wurde die Uhr vom Handgelenk entwendet. Und ein Paar wurde abends am Strand überfallen.

Unsichere Stadtviertel oder Orte meide ich, vor allem bei Dunkelheit. Ich trage unterwegs keinen Schmuck und keine teure Kleidung mit auffälligen Labels. Mein Fotoapparat ist sicher in einer Tasche verstaut. Ich nehme je 2 EC- und Kreditkarten mit und bringe sie in verschiedenen Taschen unter. Von meinen Reisepass habe ich Kopien mit, die ich auch als Scan in meinem E-Mail-Postfach hinterlegt habe. Meine Wertsachen lasse ich meist im Hotel im Safe.

Tipps für entspanntes Reisen in Lateinamerika

  • Allgemeine Sicherheitslage: Auf der Seite des Auswärtigen Amtes informiere ich mich vorab über das Land. Die Reise- und Sicherheitshinweise betreffen etwa Kriminalität, medizinische Themen oder Naturkatastrophen.
  • Straßenverkehr: Vorsicht beim Überqueren von Straßen! Die Fahrer sind oft rasant unterwegs. Deshalb würde ich auch nicht selbst im Mietwagen fahren. Oft habe ich die Busse benutzt, das ist ein bequemes Fortbewegungsmittel.
  • Impfungen: Vor meiner ersten Fernreise ließ ich mich vom Tropenarzt beraten und impfen. Diese Impfungen (z. B. gegen Gelbfieber, Tollwut oder Hepatitis A und B) müssen regelmäßig aufgefrischt werden.
  • Mückenschutz: Je nach Land und Gebiet können Mücken Malaria oder Denguefieber übertragen. Ich sprühe mich deshalb morgens und abends mit Insektenschutzmittel ein.
  • Magen-Darm-Probleme: Ich wurde glücklicherweise meist verschont. Doch ich putze mir die Zähne mit Wasser aus der Flasche und halte mich an die Regel: „Koch es, schäle es oder lasse es“. Ich esse also nur Gekochtes oder Obst, das ich selbst schäle.
  • Sonnenschutz: Mit meiner hellen Haut bekomme ich leicht einen Sonnenbrand. Deshalb ist Sonnenschutzmilch Pflicht.
  • Reiseübelkeit: In Honduras waren die Straßen sehr kurvig. Ich war froh, dass ich ein Medikament gegen Reiseübelkeit dabei hatte. Das ist auch bei Bootstouren hilfreich.
  • Reisefitness: Es war immer um die 30 Grad, mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Wir sind oft zu Fuß gelaufen, z. B. zu den Vulkanen – ziemlich anstrengend. Auch das Surfen oder Schnorcheln geht deutlich leichter, wenn man vor Reiseantritt schon fit ist.

6 Eisverkaeufer in Antigua Guatemala

Die schönsten Erlebnisse quer durch Lateinamerika

Die Menschen in Lateinamerika sind so unglaublich freundlich. Mit Englisch kann ich mich meist locker verständigen. Doch die Einheimischen freuen sich sehr, wenn ich es mit meinem gebrochenen Spanisch probiere. In Chile nahm mich bei einer anstrengenden Bergtour ein Gaucho (Cowboy) auf seinem Pferd mit, einfach so. Und auf dem Flug nach Guatemala-City steckte mir ein kleiner Junge Gummibärchen zu. Am Lago Atitlan in Guatemala schenkte mir die Maya-Frau Maria ein hinreißendes Lächeln und ließ ihre Goldzähne blitzen.

Chicken Bus in Lateinamerika

Schön sind auch die farbigen Trachten, die die Indigenas (Ureinwohner) etwa in Peru oder Guatemala tragen. Sie passen zu den Häusern, die oft kunterbunt sind. Auch bin ich ein Fan des „Chicken Bus“. Die alten, umlackierten US-Schulbusse kommen in ganz Zentralamerika vor. Chicken Bus deshalb, weil die Fahrgäste darin wie in einem Hühnerkäfig hocken und das ein oder andere Mal auch Hühner mitfahren.


Maya-Ruinenstadt Tikal in Guatemala

Gerade war ich für 2,5 Wochen in Guatemala, Honduras und El Salvador. In Guatemala besuchte ich die Maya-Tempelanlage Tikal, die sich im Urwald mit Nasenbären und Affen befindet. Wir schipperten über den Lago Atitlan mit seinen Vulkanen und besuchten den Indigena-Markt in Chichicastenango – was für ein Name!

5 Surfen in El Salvador

In Honduras probierte ich auf einer Plantage den aromatischen Kaffee und erlebte karibisches Inselfeeling auf Roatan. In El Salvador machte ich einen Surfkurs mit und besuchte eine Kakaoplantage.


Anja BeckmannAnja Beckmann von Travel On Toast
Auch nach ihrer einjährigen Weltreise lässt sie das Reisefieber nicht los. Deshalb hat Anja Beckmann 2012 den Reise- und Foodblog „Travel on Toast“ gegründet. In diesem Blog geht es um Berichte & Tipps zu Fernreisen, den Sonnenzielen Europas und Städtereisen. Sie liebt Strand, Wassersport, Yoga, Wellness, Abenteuer, Roadtrips und lokales Essen und ist am liebsten in Asien, Lateinamerika, Australien, Neuseeland und im Süden Europas unterwegs.

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