Salzterrasen von Peru
  23.10.2018

Salzterrassen von Maras – das weiße Gold der Anden

Neben Maccu Picchu, Titicacasee & Co. hat Peru noch viele weitere Attraktionen zu bieten. So gehören etwa die weitläufigen, funkelnden Salzterrassen von Maras zu den absoluten Höhepunkten. Warum und was es mit dem sogenannten „Weißen Gold der Anden“ auf sich hat, erfahren Sie hier:

Kunstvoller Flickenteppich

Strahlend weißes Salz soweit das Auge reicht. Auf 3.300 Metern über dem Meeresspiegel liegt im Dorf Maras ein faszinierender Flickenteppich. Er besteht aus rund 3.000 Salzbecken. In allen Weißtönen heben sie sich von den braunen Bergschluchten von Urubamba ab. Und das schon seit vielen Jahrhunderten! Denn angelegt wurde die höchste Salzfarm der Welt bereits von den Inkas, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in Südamerika herrschten.

Salzterrassen von Maras
Salzbäuerin in den Salzterrassen

Salzgewinnung wie zu Inkazeiten

Schon immer findet hier die Salzgewinnung auf natürliche Weise statt: Aus nur einer einzigen Quelle wird das Wasser in verzweigte Kanäle geleitet. Darüber gelangt es in unzählige Auffangbecken. Weil sie nur bis zu 30 Zentimetern tief sind, kann das Wasser durch die hohe Sonneneinstrahlung gut verdunsten. Innerhalb von drei Tagen bleibt nur das pure Salz zurück: das „Weiße Gold der Anden“. Die Salzbauern sammeln es durch harte körperliche Arbeit – von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Anschließend verarbeiten sie das Salz zu Granulat und schicken es auf eine 20-stündige Reise in die Hauptstadt Lima. Von dort aus wird es in alle Welt versandt.

Leben als Salinero

Doch nicht nur das Salz wird wie zu Inkazeiten gewonnen. Auch die Becken werden gemäß der gerechten Gesellschaftsordnung der Inkas verteilt. Denn schon sie ordneten die weitläufigen Salzterrassen gleichmäßig den Familien in der Umgebung zu – den Salineros. Damit stellten sie sicher, dass jeder gleich viel vom Ertrag profitiert. Denn das Salz galt und gilt noch heute als wichtige Einnahmequelle der Region. So bewirtschaftet jede Familie heutzutage fünf bis zehn Becken und hält damit die uralten Traditionen und Werte aufrecht – von Generation zu Generation.


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