Sightseeing mal anders
  13.04.2016

Sightseeing mal anders!

Klassisches Touristen-Programm, eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abklappern und sich von der Stadtgeschichte langweilen lassen – das war einmal. Immer häufiger bieten Großstädte verrückte und individuelle Führungen an.

Auf den Spuren von „Sex and the City”

Bei Carrie Bradshaw auf den Stufen stehen, in der „Magnolia Bakery” Cupcakes essen, in Carries Lieblingsladen Schuhe kaufen…New York City macht’s möglich. Auf den Spuren von Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte erleben Urlauber in einer circa dreieinhalbstündigen Bustour die „Sex and the City“ Hotspots im Big Apple hautnah. Bei der Tour geht es an bis zu 40 Drehorte und Handlungsschauplätze, an welchen der Reiseleiter die Fans mit spannendem Insiderwissen versorgt. Ob Shopping in Manhattan, Cosmopolitan schlürfen in Aidans Bar „Scout“ oder Kulturprogramm bei einem Galeriebesuch in SoHo, sowohl für Touristen als auch für waschechte New Yorker gibt es wohl kaum eine besser Art und Weise Carrie und Co.‘s Lieblingsstadt zu erleben.

Pablo-Escobar – Souvenir eines Drogenbarons

Medellín im Nordwesten Kolumbiens ist nicht nur die zweitgrößte Stadt des Landes sondern auch Heimatstadt des berühmt-berüchtigten Drogen-Königs Pablo-Escobar. Einst machte er mit seinen Drogengeschäften Millionen, aktuell wird er selbst als Touristenattraktion in Medellín vermarktet. Nach dem Tod des Kolumbianers vor über 20 Jahren werden heute Touristen durch seine Heimatstadt geführt. Für alle Sensationslustigen geht es an die Schauplätze des Lebens von Escobar: Von seinen geheimen Geldverstecken über den Folterkeller bis hin zum Friedhof und seiner Grabstätte. 1993 beendete der Kugelhagel der US-amerikanischen und kolumbianischen Drogenfahnder das Leben Escobars. Der Kult um den Drogenboss geht auf eine kolumbianische TV-Serie zurück, die das Leben des brutalen Verbrechers nachspielt. Mittlerweile haben sogar Souvenirhändler das lukrative Geschäft um Escobar erkannt und verkaufen T-Shirts mit dem Gesicht des Drogenbarons.

London, Berlin, Prag – wie Obdachlose die Welt sehen

Altpapiercontainer, ranzige Bahnhofskneipen, Busbahnhöfe – Wer einen Obdachlosen als Stadtführer bucht, der lernt Europas Metropolen von einer ganz anderen Seite kennen. Als Alternative zu konventionellen Stadtführungen erklären Menschen, die auf der Straße leben, die Stadt aus ihrer Sicht. Orte, an denen Touristen normalerweise achtlos vorbeilaufen, gewinnen an Bedeutung und regen zum Nachdenken an. Zu jeder Parkbank und jeder Brücke gibt es eine persönliche Anekdote des Obdachlosen. Selbst Einheimische erlangen während einer solchen Führung jenseits der Touristenpfade einen ganz neuen Blick auf ihre Stadt. Das Konzept wird bereits in vielen europäischen Großstädten umgesetzt, unter anderem in London, Berlin und Prag.

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