Garküche in Thailand
  17.12.2015

Streetfood in Thailand: Do’s und Don’ts

Ob am Busbahnhof, in kleinen Seitenstraßen oder auf Märkten: Das Angebot der thailändischen Garküchen ist riesig und reicht von gebratenen Nudeln über frisches Obst und Fruchtshakes bis zu frittierten Skorpionen. Wer Streetfood in Thailand probiert, bekommt authentisches Essen zu günstigen Preisen. Doch nicht alles ist für unseren europäischen Magen geeignet. Lesen Sie die wichtigsten Regeln der thailändischen Garküchen – von traditionell bis kurios.

Do‘s und Don‘ts bei thailändischen Garküchen: 

  • Gutes Zeichen: Viele Thais am Stand.

Auch Einheimische meiden Garküchen mit unerwünschten Nachwirkungen – so etwas spricht sich schnell herum. Daher gilt: Wo viele Thais essen, ist das Essen meist frisch zubereitet, besonders lecker und die Wahrscheinlichkeit krank zu werden geringer. Jedenfalls nicht höher als in einem Restaurant. 

  • Lieber nicht: Mangelnde Hygiene, Rohes und Ungeschältes am Stand!

Eimer mit dreckigem Spülwasser neben dem Stand oder Verkäufer? Lieber weitergehen! Auch Stände, an denen Berge von Nudeln seit Stunden auf einer lauwarmen Garplatte liegen, sollten Sie besser meiden, vor allem wenn sich bereits Fliegen um den Stand tummeln. Verzichten Sie auf rohe und ungeschälte Zutaten wie Gurkenscheiben oder Salatblätter und essen Sie kein Fleisch, Fisch und Eier (halb)roh – egal ob Garküche oder Restaurant.

Tipp: Gerade beim traditionellen Pad Thai, den gebratenen Nudeln mit Ei, muss das Ei durch sein, um eine Salmonellenvergiftung zu vermeiden. Garküchen verfügen selten über Kühlschränke, was die Vermehrung von Salmonellen begünstigt. Auch hier spricht ein hoher Umsatz für die Qualität des Gerichtes einer Garküche, denn je mehr Eier verbraucht werden desto frischer sind sie. 

Garküche in Thailand
  • Vegetarier oder Veganer? Vorsicht bei Würzmittel und Sojaprodukten!

Vegetarier und Veganer haben es in Thailand nicht leicht. Zu gern verwenden die Thais ihre geliebte Fischsauce und winzige getrocknete Shrimps als Würzmittel, die mit bloßem Auge oft kaum von zerstoßenen Nüssen zu unterscheiden sind. In großen Städten und touristisch gut erschlossenen Gebieten kann man auf Englisch erklären, dass man keine Fischsauce und keine Shrimps im Gericht wünscht. Wer in abgelegene Gegenden reist, lässt sich zuvor auf Thai aufschreiben, dass man auf tierische Bestandteile wie Fisch, Fleisch und Shrimps verzichtet. Veganer sollten nicht nur vor der allgegenwärtigen Fischsauce auf der Hut sein, sondern auch bei der Sojamilch aufpassen. Es werden immer mehr westliche Produkte importiert, denen Laktose zugesetzt ist.

  • Besonders lecker: Fruchtshakes to go

Fruchtshakes aus schälbaren Früchten wie Melonen, Bananen oder Ananas sind eine willkommene Erfrischung auf Thailands heißen Straßen. Getränke mit Eiswürfeln können Sie meist bedenkenlos zu sich nehmen, da das Trinkwasser-Eis von Standbesitzern eingekauft und nicht selbst hergestellt wird. Die Einheimischen lieben ihn – den traditionellen Eistee mit Milch. Er wird aus schwarzem Ceylon-Tee mit Kondensmilch, Zuckersirup und je nach Region mit unterschiedlichen Gewürzen hergestellt. Wer den Tee nicht so süß mag, sollte ohne Zucker bestellen – die Kondensmilch ist bereits stark gesüßt.

  • Für Allergiker: Allergene häufig versteckt.

Menschen mit Lebensmittelallergien sollten sich über typische Thai-Gerichte bereits vor Abflug informieren. Wer keine Schalentiere verträgt, wird wegen der allgegenwärtigen Shrimps grundsätzlich auf die Allergie hinweisen müssen. Auch allergieauslösende Früchte wie Ananas kommen nicht nur in Obstsalat und Fruchtshakes vor, sondern beispielsweise auch in gebratenem Reis. Für Nussallergiker gilt: Zerstoßene Erdnüsse oder Cashewnüsse sind häufig Bestandteil von Nudelgerichten oder dem beliebten Papayasalat. Diese Gerichte dann besser direkt ohne Nüsse bestellen. Auf Reisen hilft ein Allergie-Wörterbuch oft weiter.

  • Auf das Insekt gekommen: kuriose Snacks

Auf Bangkoks belebtester Shoppingmeile, der Khao San Road, werden neben Heuschrecken und Wasserkäfern auch Skorpione als Snack angeboten. Die Preise machen allerdings deutlich, dass es sich dabei mehr um eine Touristenattraktion handelt. Selbst das Fotografieren der Stände schlägt mit rund 100 Baht (etwa 3 Euro) zu Buche. Die Insekten werden in Öl frittiert und mit Sojasauce oder Fischsauce besprüht. Bei Heuschrecken und Grillen entfernt man die Beine vor dem Verzehr. Skorpione schmecken zwar durch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren eher bitter, sind jedoch ungiftig. Giftreste zersetzen sich bei hoher Temperatur im Kochtopf, so dass Sie die schwarzen Spinnentiere bedenkenlos probieren können.

Thais essen frittierte Insekten übrigens wie Chips als Snack zwischendurch – kaufen diese jedoch zu angemessenen Preisen außerhalb der Touristenmeilen.

Michaela Harfst

Michaela Harfst ist studierte Kultur- und Sozialanthropologin und veröffentlicht seit 2010 in ihrem Blog www.transglobalpanparty.com vegetarische und vegane Rezepte aus aller Welt sowie Reiseberichte von ihren Städtetrips, Wanderausflügen oder Fernreisen.

 

Ein Kommentar zu “Streetfood in Thailand: Do’s und Don’ts”
  1. Jurgen Zahn

    Wurde damit gut Aufgeklaert

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