Dengue-Fieber im Urlaub in den Tropen
  07.11.2017

Dengue-Fieber: Wie hoch ist mein Risiko im Urlaub?

In über 100 Ländern weltweit ist Dengue-Fieber verbreitet. Schätzungen zufolge erkranken zwischen 50 und 100 Millionen Menschen pro Jahr an dem gefährlichen Virus. Mittlerweile mehr als an Malaria! Wie Sie sich auf Reisen schützen und wieso Sie bei Grippe-Symptomen nach Ihrer Reise lieber sofort zum Arzt gehen sollten.

Wo kommt Dengue-Fieber vor?

Risikogebiete sind überwiegend tropische und subtropische Regionen: Mittel- und Südamerika, die Karibik, tropische Länder Afrikas, Indien, Südostasien sowie die südpazifischen Inseln. Aber auch in Südfrankreich und Kroatien ist es in den letzten Jahren zu einzelnen Erkrankungen bis hin zu kleineren Ausbrüchen von Dengue-Fieber gekommen.

Wie kann ich an Dengue-Fieber erkranken?

Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die durch den Stich einer infizierten Mücke – Asiatische Tigermücke oder Gelfiebermücke – übertragen wird. Doch während Malaria-Mücken vor allem nachts aktiv sind, ist bei Dengue-Fieber das Risiko der Ansteckung am Tag besonders hoch.

Welche Symptome habe ich bei Dengue-Fieber?

Die Symptome ähneln denen einer Grippe: Neben Fieber bis zu 40°C sind starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie ein Hautausschlag typisch. Daneben können Übelkeit, Erbrechen oder eine Bindehautentzündung auftreten. Aufgrund der sehr starken Schmerzen in den Gelenken wird das Dengue-Fieber auch als „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet. Zwischen der Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen liegen meist 4 bis 10 Tage.

Wie wird Dengue-Fieber behandelt?

Die Krankheit verläuft in der Regel nicht so schwer wie Malaria; die Symptome klingen meist nach 2 bis 7 Tagen wieder ab. Eine spezifische Therapie gibt es bisher nicht, es können nur die Schmerzen und das Fieber behandelt werden. Empfohlen werden daher Bettruhe und die Anwendung fiebersenkender Mittel.

Wichtig: Bei Verdacht auf Dengue-Fieber sollten Sie auf keinen Fall Aspirin oder andere blutverdünnende Medikamente einnehmen und zur sicheren Diagnose schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Wie kann ich mich schützen?

Einen Impfstoff gibt es bislang nicht, sodass Sie sich nur durch das Vermeiden von Mückenstichen schützen können – und zwar Tag und Nacht! Tragen Sie dicht gewebte, körperbedeckende Kleidung und wenn möglich, reiben Sie unbedeckte Hautstellen mit einem Insektenschutzmittel ein. Die wichtigsten Tipps für den Insektenschutz.

Kann ich öfter an Dengue-Fieber erkranken?

Es gibt vier verschiedene Typen des Dengue-Virus (bezeichnet mit DEN-1 bis DEN-4). Menschen, die eine Erkrankung mit bspw. DEN-1 durchgemacht haben, sind für den Rest ihres Lebens immun gegen diesen einen Typ, nicht aber gegen die restlichen drei.

Bei einer erneuten Infektion oder bei Kindern besteht die Gefahr, dass das Dengue-Fieber einen schweren Verlauf nimmt. Folgende Warnzeichen, die etwa 3 bis 7 Tage nach dem Einsetzen der ersten Symptome auftreten, deuten darauf hin: schwere Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung sowie das Auftreten von Blutungen (z.B. Blut im Erbrochenen, Hauteinblutungen, Zahnfleisch- oder Nasenbluten). Bei schweren Verläufen ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Tipp: Welche Impfungen Sie sonst für Ihr Reiseland brauchen, verrät Ihnen unser reisemedizinischer Ratgeber.

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