In machen afrikanischen Ländern ist eine Impfung gegen Gelbfieber Pflicht
  26.05.2017

Impfung gegen Gelbfieber: Oft für die Einreise notwendig!

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die in tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Südamerikas auftritt und von Mücken übertragen wird. Jährlich erkranken 200.000 Menschen weltweit, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Wann eine Impfung gegen Gelbfieber sinnvoll ist und was Sie für die Einreise in viele Reiseländer beachten müssen:

Wann ist eine Impfung gegen Gelbfieber notwendig?

Moskitos, die den Gelbfieber-Virus übertragen, stechen meistens tagsüber, daher sollte man auf einen guten Mückenschutz achten. Wer in Gelbfieber-Risikogebiete reist, sollte sich zusätzlich bei speziell dafür zugelassenen Reisemedizinern impfen lassen.

Viele Länder verlangen einen Impfnachweis, auch wenn zum Beispiel im Land selbst kein Risiko besteht. Meistens gilt diese Impfvorschrift, wenn Sie aus einem Land mit Gelbfieber-Risiko einreisen. Achtung: Dies kann auch Transit-Aufenthalte betreffen! Länder, in denen Gelbfieber vorkommt, verlangen i. d. R. von allen Reisenden einen Impfnachweis. Welche das sind, zeigt die Gelbfieber-Übersicht der WHO.

Wichtig für die Einreise: Die Gelbfieber-Impfbescheinigung ist erst ab dem 10. Tag nach der Impfung gültig.

Wer darf nicht gegen Gelbfieber geimpft werden?

Da es sich um einen sog. Lebendimpfstoff handelt, darf dieser nicht bei einem untrainierten Immunsystem eingesetzt werden. Für Kinder ist die Gelbfieber-Impfung erst ab 9 Monaten zugelassen. Über 60-jährige Erwachsene sollten nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko geimpft werden. Ab diesem Alter lässt das Immunsystem deutlich nach und selbst abgeschwächte Erreger können ggf. nicht mehr effizient bekämpft werden. Wer unter einer chronischen Erkrankung leidet oder auf Grund einer Vorerkrankung eine Immunschwäche aufweist, darf ebenfalls nicht geimpft werden.

Was tun, wenn nicht geimpft werden darf aber ein Gelbfieber-Nachweis verlangt wird?

Wenn Sie in ein Land mit Gelbfieber-Impfvorschrift, aber ohne Gelbfieber-Risiko, reisen, können Sie sich vom Arzt ein Attest über die Befreiung aus medizinischen Gründen ausstellen lassen. Das Problem hierbei ist, dass nicht alle Länder dieses Attest anerkennen. Informieren Sie sich vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft des Landes. Von Reisen in Länder mit einem Gelbfieber-Risiko sollten Sie in diesem Fall besser absehen.

Wie lange hält die Impfung gegen Gelbfieber?

Bis Mitte 2016 hieß es, dass eine Gelbfieberimpfung nach 10 Jahren aufgefrischt werden muss. Nachdem aber mittlerweile eine lebenslange Wirksamkeit der Impfung bestätigt wurde, hat die WHO in ihren internationalen Gesundheitsvorschriften festgelegt, dass eine einmalige Impfung ausreichend sei. Allerdings ist nicht bekannt, ob weltweit die Regelung so umgesetzt wird.

Wichtig: Klären Sie vor Ihrer Reise, ob nicht Ihr Reiseland weiterhin eine Auffrischimpfung verlangt, um etwaige Probleme an der Grenze zu vermeiden. Welche Impfungen Sie sonst noch für Ihr Reiseland brauchen, verrät Ihnen unser reisemedizinischer Ratgeber.

Wie erkenne ich Gelbfieber?

Etwa 3 – 6 Tage nach der Infektion kommt es zunächst zu Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit und leichtem Nasenbluten. Meistens klingen diese Symptome nach 3 – 4 Tagen wieder ab, bei etwa 15 % der Erkrankten kommt es jedoch zu einer zweiten, schweren Krankheitsphase mit Blutungen. Auch können die Leber und Niere gestört sein, man bekommt Krämpfe und Sprachprobleme. Etwa die Hälfte der Betroffenen überlebt einen schweren Verlauf des Gelbfiebers nicht.

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