Angkor Wat in Kambodscha bei SonnenaufgangERV-Blog
  18.01.2018

Kambodscha entdecken: Gesundheitstipps, Impfungen & Co.

Asien pur! Wer abseits der üblichen Pfade authentisches Leben Südostasiens kennen lernen möchte, bricht auf in ein Land, das selbst gerade in Aufbruch ist – nach Kambodscha. Versteckt zwischen Thailand und Vietnam zieht das charmante Land seine Besucher auf eine besondere Art in den Bann, ohne dabei seine erdrückende Geschichte zu verstecken. Viel zu schade nur für einen kurzen Zwischenstopp auf der Asienreise: Die wichtigsten Gesundheitstipps für alle, die mehr von Kambodscha entdecken möchten, auf einen Blick!

Medizinische Versorgung in Kambodscha

In der Hauptstadt Phnom Penh befinden sich einige internationale Kliniken und Praxen mit ausländischen Ärzten. Die medizinische Versorgung in Kambodscha entspricht jedoch nicht dem europäischen Standard. Obwohl viele Ärzte Englisch sprechen, gibt es häufig Kommunikationsprobleme. Bei ernsthaften Erkrankungen, ist es daher empfehlenswert, in das benachbarte Thailand zu reisen. Dort ist die medizinische Versorgung sehr gut.

Wichtig: Rufen Sie die 24-Stunden Notfallhilfe Ihrer Reiseversicherung an, wenn Sie ins Krankenhaus müssen. Diese unterstützt Sie beim weiteren Ablauf und sichert der Klinik gleich zu Beginn die Kostenübernahme Ihrer Behandlung zu.

Wo ist die nächste Apotheke, Botschaft oder ein Krankenhaus? Schnelle Hilfe für unterwegs mit der ERV travel & care App – so funktioniert’s!

Vor Reiseantritt: Impf-Check nicht vergessen!

Vor Abreise lohnt ein Blick in den Impfpass. Sind alle in Deutschland empfohlenen Impfungen wie z. B. Tetanus, Masern vorhanden? Bei Reisen nach Kambodscha empfehlen Reisemediziner zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A. Auch weitere Impfungen können je nach persönlichem Risiko sinnvoll sein: z. B. Hepatitis B, Meningokokken, Tollwut, Typhus.

Denken Sie daran: Bei vorherigem (Zwischen-) Aufenthalt in einem Land mit Gelbfieber-Infektionsrisiko muss bei der Einreise eine Gelbfieber-Impfung nachgewiesen werden!

Malaria-Risiko in Kambodscha – je nach Reisegebiet mittel bis hoch

Die Hauptstadt Phnom Penh und die Tempelanlage Angkor Wat gelten als malariafrei. Ein geringes Risiko besteht rund um den See Tonle Sap sowie in der Umgebung der Hauptstadt Phnom Penh. Eine kontinuierliche medikamentöse Prophylaxe ist in diesen Gebieten nicht notwendig, allerdings sollten Sie ein Malaria-Notfallmedikament mit dabei haben. Dieses nehmen Sie ein, falls bei Ihnen malariaverdächtige Symptome auftreten und kein Arzt innerhalb der nächsten 24 Stunden erreichbar ist.

In den meisten Landesteilen besteht ein mittleres Malaria-Infektionsrisiko. Regional am höchsten ist es im Regenwald in den Grenzgebieten zu Thailand und Laos. Zur Vorbeugung gehört ein guter Mückenschutz ins Reisegepäck. Auch die regelmäßige Einnahme von Malariamitteln kann eine Möglichkeit zum Schutz sein.

Achtung: Die Selbstmedikation der Malaria-Standby-Präparate im Notfall ist kein Ersatz für den Arztbesuch, sondern überbrückt lediglich die Zeit bis dahin! So nehmen Sie Malaria-Medikamente im Notfall richtig ein!

Aufgepasst vor Süßwasser-Gebieten in Kambodscha

Neben Malaria gibt es in Kambodscha weitere Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Etwa das Chikungunya- und das Dengue-Fieber sowie in ländlichen Gebieten die Japanische Enzephalitis. Während gegen letztere bei einem Risiko geimpft werden kann, können Sie sich nur durch einen ausreichenden Mückenschutz vor einer Ansteckung schützen. So vermeiden Sie Mückenstiche!

Bei Kontakt mit dem Süßwasser des Mekong im Norden Kambodschas (an der Grenze zu Laos) kann es zu einer Infektion mit sog. Schistosomen kommen. Die im Wasser befindlichen Larven dieser Saugwürmer durchbohren die intakte Haut, entwickeln sich im menschlichen Körper zu reifen Würmern und befallen schließlich die Blase oder den Darm. Meiden Sie daher den Kontakt mit Süßwasser in bekannten Risikogebieten!

Hygiene ist das A und O: „Boil it, cook it, peel it or forget it!“

Wie auch in anderen tropischen Ländern sind in Kambodscha Darminfektionen häufig verbreitet. Wer die einfachen Hygieneregeln beachtet, kann deutlich sein Risiko zu erkranken reduzieren: Gekochtes oder geschältes essen und Trinkwasser nur aus sicherer Quelle trinken oder zuvor abkochen. Und: Regelmäßiges Händewaschen, insbesondere vor dem Essen, nicht vergessen!

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