14.03.2014

Masern in der Region um Boston

In der Region rund um Boston sind in den letzten Wochen vermehrt Fälle von Masern gemeldet worden. Im Jahr 2000 galten die Masern in den USA als ausgerottet. Doch bereits 2013 gab es dreimal so viele Erkrankungen wie in den Jahren zuvor. Das hat auch damit zu tun, dass sich weniger Menschen impfen lassen. Eine Zeit lang herrschte in den USA die Meinung, dass es einen Zusammenhang zwischen der Masernimpfung und Autismus bei Kindern geben könnte. Das hat zu einem Rückgang der Impfungen geführt.

Vor einer Reise an die Ostküste sollten Sie daher überprüfen, ob Sie einen wirksamen Impfschutz haben. Ein Tipp besonders für Geschäftsreisende: Nehmen Sie Ihren Impfausweis mit, um Ihren Impfschutz gegebenenfalls nachweisen zu können. Denn wenn in einem Unternehmen ein Fall von Masern auftritt, haben nur noch Personen Zutritt, die nachweisen können, dass sie geimpft sind. Ist dieser Nachweis nicht über den Impfausweis möglich, muss er über einen Bluttest erfolgen. Bis die Ergebnisse aus dem Labor vorliegen, kann es allerdings mehrere Tage dauern. In dieser Zeit ist definitiv kein Zutritt in das Unternehmensgebäude möglich. Die Amerikaner sind da sehr streng.

Masern können vor allem für Erwachsene gefährlich werden. Das erste Stadium ähnelt einer Erkältung mit Husten, Schnupfen, Fieber, Bindehautentzündung. Später kommt dann der typische rote, fleckige Hautausschlag hinzu. Er beginnt meist hinter den Ohren und seitlich am Hals. Es kann in der Folge zu schwerwiegenden Komplikationen wie Lungen- oder Hirnentzündungen kommen. Ausgelöst wird die Krankheit durch das Masernvirus. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfchen-Übertragung von Mensch zu Mensch – also z.B. beim Reden, Husten oder Niesen. Da die Masern eine extrem ansteckende Infektionskrankheit sind, sind sie in den meisten Ländern meldepflichtig.

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