mit Medikamenten auf Reisen
  04.03.2014

Mit Medikamenten auf Reisen: Nicht alles ist erlaubt!

Ob im Urlaub oder auf Dienstreise – eine Reiseapotheke mit Nasenspray, Schmerztabletten und Mittel gegen Durchfall gehört immer ins Gepäck. Doch Vorsicht: Nicht alle Medikamente dürfen Sie bedenkenlos einpacken. Was Sie vorab klären müssen, damit Sie bei der Einreise keine Probleme bekommen.

Mit Medikamenten auf Reisen – was darf in die Reiseapotheke?

Zum sogenannten persönlichen Gebrauch, das heißt für maximal drei Monate pro Medikament, dürfen Reisende Arzneimittel ohne Einschränkungen mitführen. Allerdings kann es bei der Einreise in ein anderes Land bei manchen Mitteln zu Schwierigkeiten kommen. Starke Schmerzmittel, etwa gegen Migräne oder Rückenschmerzen, fallen in der Regel unter das Betäubungsmittelgesetz. Wer auf Reisen auf solche Medikamente angewiesen ist, muss frühzeitig die Einfuhrbestimmungen des Reiselandes checken und eventuell einen Arzt konsultieren.

Bescheinigung für Medikamente auf Reisen

Aufwändig, aber zumindest einheitlich geregelt, ist das Vorgehen bei der Einreise in eines der Mitgliedsländer des Schengener Abkommens. Wer in seiner Das gehört in die Reiseapotheke ein Medikament hat, das zum Betäubungsmittel zählt, braucht eine vom Arzt ausgefüllte Bescheinigung – möglichst auf Englisch. In diesem Dokument müssen folgende Inhalte angegeben werden:

  • Angaben zu den Medikamentendosen
  • die einzelnen Wirkstoffen des Medikaments
  • Dauer der Reise

Anschließend muss in Deutschland die oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle die Bescheinigung beglaubigen. Mit diesem Dokument sind dann Reisende bei einer Reisedauer von bis zu 30 Tagen auf der sicheren Seite.

Ein Muster für eine Bescheinigung für Medikamente auf Reisen finden Sie auf der Seite des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medikamente). Das Institut berät ausführlich über die Mitnahme von Arzneimittel in einzelne Länder.

Leider besteht für Reiseziele außerhalb des Schengener Abkommens keine einheitliche Bestimmung für die Mitnahme starker Medikamente. Die Voraussetzungen können von Importgenehmigungen, einer Einschränkung der Menge bis hin zu einem kompletten Verbot reichen. In diesem Fall ist es ratsam, sich an die diplomatische Vertretung des Reiselandes zu wenden. Diese informieren über die geltenden Bestimmungen und erforderlichen Genehmigungen.

3 Kommentare zu “Mit Medikamenten auf Reisen: Nicht alles ist erlaubt!”
  1. Hallo, fliege nächstes Jahr in die USA, Rout 66.
    Manchmal habe ich so starke Migränen-Anfalle, dass ich ein starkes Mittel (Zoomig) benötige.
    Mich würde interessieren ob ich jetzt weitere Abklärungen brauche oder vom Arzt eine Bescheinigung?
    Wo kann ich mich da informieren?

    Antworten
  2. […] Personen, die aufgrund einer Vorerkrankung auf eine Dauermedikation angewiesen sind (z.B. Diabetiker), wird empfohlen auf Reisen die doppelte Menge des tatsächlichen Bedarfs mit sich zu führen. Hierbei ist es ratsam die Medikamente zum Transport auf Handgepäck und Koffer aufzuteilen, für den Fall, dass eines der Gepäckstücke verloren geht. Reisende sollten auch beachten, dass für verschreibungspflichtige Medikamente sowie evtl. benötigte medizinische Hilfsmaterialien (Spritzen, Kanülen, …) eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit der Mitführung verlangt wird. Fällt ein Medikament unter das Betäubungsmittelgesetz, kann es je nach den Einfuhrbestimmungen des bereisten Landes zu Problemen kommen. Es sollten daher im Vorfeld Informationen zu den geltenden Vorschriften eingeholt werden. […]

    Antworten
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