Safari in Südafrika
  09.03.2018

Safari in Südafrika geplant? 6 Tipps für ein unvergessliches Erlebnis!

Die berühmten Big5 mit eigenen Augen zu sehen ist ein besonderes Erlebnis! Doch wie am besten – auf eigene Faust, mit einem Guide oder gar eine Walking Safari? 6 safari-erprobte Tipps von der Reisebloggerin Michaela, wie Sie sich auf Ihr unvergessliches Abenteuer vorbereiten.

Tipp 1: Einen verantwortungsvollen Anbieter finden.

Einige Reiseanbieter haben sich auf das Thema nachhaltiges Reisen und Tierschutz spezialisiert. Anbieter wie andbeyond oder Fairaway beispielsweise unterstützen mit den Einnahmen auch Artenschutzprojekte in der Region und legen besonderen Wert darauf, dass die lokale Bevölkerung vom Tourismus profitiert. Unterkünfte, Game Drives und Verpflegung werden vorab als Paket gebucht: Auf spezielle Bedürfnisse wie Allergien oder Reisen mit Kindern wird hierbei Rücksicht genommen, ebenso auf den Wunsch, bestimmte Tierarten zu beobachten. Die Auswahl der Unterkünfte spielt dabei eine große Rolle: eine Nacht unter Sternen im Zelt oder doch lieber ein luxuriöser Bungalow mit Sundowner auf der Terrasse?

Doch auch wer seine Safari selbst organisiert, kann gezielt nach Unterkünften suchen, die verantwortungsvoll mit lokalen Ressourcen umgehen. Bei der Auswahl von Game Drive Anbietern kann man sich vorab online informieren, ob ein Teil der Einnahmen gespendet wird und wie verantwortungsvoll sich Fahrer und Guides während der Touren verhalten. Die meisten Guides in Südafrika sind hervorragend ausgebildet und verfügen über ein enormes Fachwissen zur lokalen Flora und Fauna. Bei Game Drives in kleineren Gruppen kann man besser von diesem enormen Wissensschatz profitieren.

Tipps 2: Safari auf eigene Faust – Mietwagenversicherung checken!

Im Kruger Nationalpark können Sie auch selbst mit dem Mietwagen eine Safari unternehmen. Selbst zu fahren ist eine kostengünstige Alternative zu geführten Touren. Achten Sie auf eine umfassende Mietwagenversicherung – Unterbodenschäden oder Kratzer im Lack durch Dornenbüsche können sonst schnell teuer werden!

Ohne Tracker (ausgebildeter Spurenleser) werden Sie womöglich manch spannende Tierart nicht finden oder schlichtweg übersehen. Wer sich vorab gut informiert, kann auch auf diese Weise großartige Begegnungen erleben. Sobald Tiere in Sichtweite kommen, halten Sie ausreichend Abstand, stellen Sie den Motor aus und bleiben Sie ruhig. Aus dem Wagen auszusteigen ist aus Sicherheitsgründen strengstens verboten. Ruckartige Bewegungen, Winken oder laute Rufe könnten die Tiere erschrecken oder irritieren. Einen großen Elefanten möchte man lieber nicht verärgern! Informieren Sie sich vor der Fahrt in Ihrer Unterkunft oder beim Nationalpark-Infoschalter über die Verhaltensregeln.

Tipp 3: Walking Safari – nur mit einem ausgebildeten Guide.

Zusammen mit einem ausgebildeten Guide kann man eine Wanderung durch den Nationalpark oder das Private Reserve unternehmen. Aus Sicherheitsgründen muss der Guide immer ein großkalibriges Gewehr mit sich führen, um Gäste in Gefahrensituationen zu beschützen. Die meisten Tiere reagieren entspannt auf Fahrzeuge, da sie diese gewohnt sind und als Einheit wahrnehmen. Wenn man jedoch als Gruppe zu Fuß unterwegs ist, können dieselben Tiere völlig anders reagieren. Bleiben Sie immer hinter ihrem Guide und beachten Sie seine Anweisungen – wegrennen ist übrigens fast immer eine schlechte Idee!

Es lohnt sich, die Augen auch mal auf den Boden zu richten – dort sind zahlreiche Spuren von Tieren zu entdecken, die man mit Hilfe des Guides entschlüsseln kann. Auch Insekten, Schmetterlinge, Vögel oder besondere Pflanzen kann man zu Fuß besser entdecken.

Tipp 4: Kleidung in gedeckten Farben wählen.

Für eine Safari benötigen Sie in der Regel keine spezielle Outdoor-Kleidung. Die Fahrt auf dem offenen Jeep kann auch im Frühling oder Herbst schnell kühl werden. Packen Sie daher besser eine Windjacke ein! Da manche Tiere auf grelle Farben oder Muster misstrauisch reagieren, ist Kleidung in gedeckten Farben sinnvoll. Am besten gehen Sie nach dem Zwiebelprinzip: Wenn es nach den kühlen Morgenstunden wärmer wird, einfach die Kleidung Schicht für Schicht ablegen. Ein ausreichender Sonnenschutz ist in jedem Fall wichtig, da manche Safari-Jeeps kein Dach haben.

Zebra beobachten auf Safari in Südafrika
Nashoerner beobachten auf Safari in Südafrika
Löwen beobachten auf Safari in Südafrika
Giraffe beobachten auf Safari in Südafrika
Gepard beobachten auf Safari in Südafrika
Elefant beobachten auf Safari in Südafrika

Tipp 5: Gut vor Moskitostichen schützen.

In Malaria-Risikogebieten sollten Sie langärmelige Kleidung anziehen, die sie zusätzlich vor Moskitostichen schützt. Auch das regelmäßige Auftragen von Sprays ist wichtig, um sich zu schützen. Je nach Dauer des Aufenthaltes und Gebiet kann zusätzlich eine Prophylaxe sinnvoll sein. Die Mitnahme von Stand-by Medikamenten wie Malarone ist jedoch nicht erforderlich, da in Südafrika die ärztliche Versorgung flächendeckend gewährleistet ist. Bei Anzeichen einer Erkrankung sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. So schützen Sie sich zuverlässig vor Malaria.

Tipps 6: Für die schönsten Aufnahmen – ein Teleobjektiv nicht vergessen.

Wer auf der Safari schöne Aufnahmen machen möchte, sollte sich einen Platz an den Seiten des Jeeps suchen und ein Teleobjektiv einpacken: 300 mm sind in der Regel für Laien ausreichend, wer Nahaufnahmen machen möchte, sollte auf 400 – 600 mm zurückgreifen. Verwackelte Bilder vermeiden Sie, wenn Sie entweder einen kleinen Sandsack als Auflage nutzen, ein einbeiniges Stativ mitnehmen oder den Fahrer bitten, den Motor auszustellen. Letzteres wird ein guter Fahrer sowieso machen, um die Tiere nicht zu stören. Mit einem Fernglas können Sie Tiere in der Entfernung beobachten und spannende Details entdecken.


Reisebloggerin Michaela veröffentlicht auf transglobalpanparty.com vegetarische und vegane Rezepte aus aller Welt sowie Reiseberichte von ihren Städtetrips, Wanderausflügen oder Fernreisen.

 

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