10.12.2015

Das Luciafest in Schweden

In der Winterzeit sind die Nächte im hohen Norden besonders lang. Licht ins Dunkle bringen engelsgleiche Gestalten mit einer Krone aus brennenden Kerzen am Luciafest. Der beliebte Festtag findet immer am 13. Dezember statt. Vor der gregorianischen Kalenderform markierte dieses Datum mit dem kürzesten Tag des Jahres die Wintersonnenwende. Zurückzuführen ist der Brauch auf die Ehrung der sizilianischen Heiligen Lucia „die Helle“, die im 4. Jahrhundert als Märtyrerin starb.

Mit weißem Gewand und rotem Samtband

Unter Schwedens Mädchen gilt es als besondere Ehre als heilige Lucia den Mittelpunkt der Feierlichkeit darzustellen. Diese wird meist den ältesten Töchtern einer Familie zuteil. Gehüllt in ein weißes Kleid mit rotem Samtband und einem Kerzenkranz auf dem Kopf führen sie unter traditionellen Chorgesängen den Lichterumzug an.

Luciakatzen für das leibliche Wohl

Saffron bun

Als kulinarische Besonderheit des Festes gelten vor allem die Luciakatzen, welche als „Lussekatter“ bekannt sind. Das Gebäck erhält durch die Zugabe von Safran seine charakteristische gelbe Färbung. Passend dazu genießen die Schweden frisch gebrühten Kaffee oder Glögg, den traditionellen, schwedischen Glühwein.

Vor dem Aussterben bewahrt

Der Brauch des Lichterfestes wäre übrigens fast ausgestorben, hätte sich Ende des 19. Jahrhunderts das Stockholmer Freilichtmuseum nicht dessen Bewahrung verschrieben. Wirklich bekannt wurde es jedoch erst, als die Stockholmer Zeitung 1927 erstmals zur Wahl der Lucia-Königin aufrief. Der Wettbewerb um die Beste unter den Lucia-Anwärterinnen ist mittlerweile fester Bestandteil der Feierlichkeiten.

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