Mutter am Strand Fernreise mit Kindern
  22.10.2015

Fernreise mit Kindern: Nachgefragt in der Notrufzentrale!

Urlaub im sonnigen Süden, fernab von Hektik und Stress des Alltags? Geht auch mit Kindern! Nur wohin am besten? Und wie geht man mit den üblichen Reisestrapazen um? Der Urlaubsgruß aus der Ferne will schließlich gut geplant sein. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um eine Fernreise mit Kindern – mit praxiserprobten Tipps von unserer Notrufzentrale!

1. Welche Reiseländer sind für Kinder geeignet?

In vielen asiatischen Ländern, wie zum Beispiel Sri Lanka und Thailand sind Kinder sehr willkommen. Gleiches gilt für die Karibik sowie Mauritius und die Malediven im Indischen Ozean. Nur eine Reise in Malaria-Risikogebiete ist mit Babys und Kleinkindern nicht zu empfehlen. Was den medizinischen Standard und die hygienischen Verhältnisse anbelangt, gilt grundsätzlich: Je kleiner das Kind, desto „westlicher“ sollte die Versorgung im Reiseland sein.

fernreise_mädchen_kuba

2. Welche Impfungen braucht man auf der Fernreise mit Kindern?

Das hängt natürlich ganz vom Reiseland ab und hier sollte man bedenken: Nicht alle Impfstoffe und Medikamente sind für Babys oder Kinder zugelassen. Auch Reisen in Malaria-Risikogebiete sind mit Babys und Kleinkindern nicht zu empfehlen. Vor einer Fernreise mit Kindern sollte man sich deshalb mit seinem Kinderarzt besprechen, welche Impfungen sinnvoll und notwendig sind und welche Nebenwirkungen sie haben könnten. Alternativ kann man sich auch in einem Tropeninstitut beraten lassen.

3. Was gehört in die Reiseapotheke?

Alles, was man zu Hause für die kleinen Kinder-Notfälle hat, gehört auch in die Reiseapotheke: Medikamente gegen Sonnenbrand, Durchfall und kleine Schürfwunden. Eine Übersicht, was sonst noch mit dazu gehört, finden Sie in unserer Checkliste Reiseapotheke für Kinder.
Die Reiseapotheke sollten Sie im Handgepäck mitnehmen. Denn falls das aufgegebene Gepäck verloren geht oder der Flug verspätet ist, haben Sie für den Notfall alles bei sich.

4. Welche Reisedokumente braucht mein Kind?

Seit 2012 brauchen Kinder einen eigenen Pass, wenn Eltern mit ihren Kindern außerhalb Deutschlands reisen wollen. Das gilt selbst für ein vier Wochen altes Baby. Bis zum 12. Lebensjahr gibt es für die Kleinen den Kinderreisepass. Der muss vom Sorgeberechtigten beantragt werden und zwar persönlich. Das Kind (auch Babys) muss dazu mit auf die Passbehörde kommen. Gültig ist der Kinderreisepass dann sechs Jahre, er kostet 13 Euro. Damit können Kinder dann in die meisten Länder reisen. Achtung bei Reisen in die USA, denn hier braucht Ihr Kind in der Regel zusätzlich ein Visum. Ach ja – auch für Kinder und Babys gilt für das biometrische Foto: bitte möglichst nicht lachen!

5. Was ist, wenn mein Kind auf der Reise erkrankt?

Das kann natürlich trotz aller Vorbereitung und Vorsicht passieren – Sie oder Ihr Kind werden auf der Reise krank. Dafür ist es wichtig, eine Reisekrankenversicherung im Gepäck zu haben. Die Notrufzentrale Ihrer Versicherung kann Ihnen einen deutsch oder englisch sprechenden Arzt in Ihrer Nähe nennen, übernimmt die anfallenden Behandlungskosten und organisiert und bezahlt im Notfall den Rücktransport nach Deutschland. Vor allem in Ländern wie USA, Kanada und Australien fallen für Behandlungen im Krankheitsfall oder nach einem Unfall schnell sehr hohe Kosten an. Wichtig ist auch, dass auch eine Kinderbetreuung für minderjährige Kinder im Versicherungsvertrag sichergestellt wird, wenn die Eltern betroffen sind.

6. Wie gewöhne ich mein Kind an ein anderes Klima?

Kinder können sich in der Regel problemlos an andere Klimaverhältnisse gewöhnen. Allerdings brauchen sie dafür ein paar Tage. Deshalb sollte man die ersten Urlaubstage ruhig angehen lassen und Kurztrips in ferne Länder mit Kindern möglichst vermeiden. Bei Reisen in die Tropen und Subtropen empfiehlt der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte, dass die Kinder acht Jahre oder älter sein sollten. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wenn Sie eine Reise in die (Sub)Tropen planen.

7. Wie verkraftet mein Kind die Zeitverschiebung bei Fernreisen?

Babys und Kinder reagieren auf Zeitverschiebungen sehr unterschiedlich. Generell ist es für den Körper mit der Anpassung einfacher, wenn man Richtung Westen fliegt. Nachtflüge haben den Vorteil, dass die Zwerge im Flugzeug schlafen und sich ausruhen können. Und auch hier gilt wie bei der Anpassung an das ungewohnte Klima: Lassen Sie die ersten Tage entspannt und ohne große Aktivitäten angehen.

8. Kommen Kinder mit exotischem Essen klar?

Für die ersten Tage kann es durchaus sinnvoll sein, eigenes Essen von zuhause mitzunehmen. Reist man nach Nordamerika oder Australien, ist die Umstellung sicher kein großes Problem. In Asien, Südamerika oder Afrika kann das schon anders aussehen. Hier kann es schnell zu Durchfallerkrankungen kommen, da die hygienischen Verhältnisse ganz andere sind. Deshalb sollte man sich – vor allem für die Kleinen – strikt an die Regel halten, nur Gekochtes oder Geschältes zu essen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass das Essen nicht zu scharf und exotisch gewürzt ist.

Noch mehr Fragen? Alles rund um Fernreisen mit Kindern.

Zum Thema Fernreisen mit Kindern hatte die ERV im September einen Expertenchat, in dem Reisende Fragen zu dem Thema stellen konnten. Sie wurden von einem Kinderarzt, einer Touristik-Fachwirtin eines Reiseveranstalters und einer Expertin aus unserem Haus beantwortet. Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier.

Ein Kommentar zu “Fernreise mit Kindern: Nachgefragt in der Notrufzentrale!”
Hinterlassen Sie einen Kommentar

XHTML: Folgende HTML-Tags können verwendet werden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>