Strand Florida Reisen zur Hurrikan Saison
  20.09.2018

Reisen zur Hurrikan-Saison: Was tun im Notfall?

Mit Florence, Helene und Isaac zogen gleich drei schwere Stürme aus dem Atlantik an der Ostküste vorbei. Auch aus dem Pazifik ist die Hurrikan-Gefahr für Hawaii und andere Länder noch nicht gebannt. Hier erfahren Sie Wissenswertes rund um die tropischen Stürme und wie Sie sich bei einem Urlaub im Hurrikan-Gebiet richtig verhalten.

In welchen Ländern treten Hurrikans auf?

Die tropischen Wirbelstürme entstehen nur in bestimmten Regionen, die die Bildung eines Hurrikans begünstigen beziehungsweise in der Nähe von gefährdeten Gebieten liegen. So treten die trichterförmigen Sturmwinde mit einer Windgeschwindigkeit von über 118 km/h überwiegend in US-Staaten wie Texas und Florida auf, sowie an den Küsten des Nordwest-Atlantiks, des Golfs von Mexiko, der Karibik und im Nord- oder Südpazifik.

Stürme dieser Art gibt es auch in anderen Regionen – im Westpazifik heißen sie Taifune (aktuell Supertaifun „Mangkhut“) und im Indischen Ozean Zyklone.

Wie entsteht ein Hurrikan?

Wenn feuchtwarme Luft über dem Meer aufsteigt und Unterdruck erzeugt, bildet sich ein trichterförmiger, rotierender Kamin, in dem immer mehr Luft nach oben strömt – ein Hurrikan. In der Mitte entsteht das sogenannte Auge mit einem Durchmesser von zehn bis 30 Kilometern. Hier herrscht nahezu Windstille. Am Rand steigt die feuchtwarme Luft spiralförmig auf. Dort sind auch die höchsten Windstärken von bis zu 350 km/h zu finden. Ein solcher Wirbelsturm ragt viele tausende Meter in die Höhe und kann sich auf einen Durchmesser von bis zu 1.000 Kilometern ausdehnen. Je weiter der Wirbelsturm ins Landesinnere zieht, desto mehr schwächt er sich ab.

Die Stürme werden mit der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala anhand ihrer Windgeschwindigkeit in fünf Kategorien unterteilt – wobei eins die schwächste und fünf die stärkste ist. Nur wenn diese Bedingungen gleichzeitig eintreten, bildet sich ein Hurrikan:

  • Ein Tiefdruckgebiet über dem Ozean
  • Meerestiefe von bis zu 50 Metern
  • Wassertemperatur zwischen 24 und 28 Grad
  • Die gleichen meteorologischen Bedingungen auf einem Gebiet von einigen 100 Quadratkilometern
  • Geografische Lage: Jenseits des fünften Grades nördlicher bzw. südlicher Breite

Was tun bei Hurrikan-Gefahr?

Kündigt sich ein Hurrikan an, sollten Sie Ruhe bewahren und den Anweisungen der örtlichen Behörden folgen. Was Sie in Hurrikan-Gebieten beachten müssen:

  • Wettermeldungen verfolgen
  • Fluchtwege und Notunterkünfte recherchieren
  • Den Verlauf bzw. die Flugbahnen des Hurrikans ansehen
  • Familienangehörige informieren
  • Rechtzeitig in Sicherheit bringen

Urlaub in der Hurrikan-Saison – geht das?

Der Spätsommer- und Frühherbst sind trotz erhöhter Sturm-Gefahr beliebte Urlaubszeiten. Dank modernster Technologie kann man heute genaue Wettervorhersagen machen und gefährliche Wirbelstürme rechtzeitig erkennen. So hat man genügend Zeit, um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und sich in Sicherheit zu bringen. Im Notfall ist es für Touristen allerdings wichtig, die örtlichen Sicherheitsmaßnahmen zu verfolgen und sich auch daran zu halten.

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Wann ist Hurrikan-Saison?

Im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. November ist offizielle Hurrikan-Saison für den Nordatlantik und die Karibik. In dieser Zeit sind die starken tropischen Stürme besonders wahrscheinlich. Zum diesjährigen Verlauf gibt es unterschiedliche Prognosen. So geht die Colorado State University für 2018 von einer durchschnittlich aktiven Saison mit circa 14 Stürmen aus (davon sieben Hurrikans und drei schwerere Hurrikans – Kategorie drei oder höher). Eine Vorhersage des britischen Unternehmen „Tropical Storm Risk“ prophezeit dagegen eine deutlich weniger aktive Saison mit neun Stürmen, davon vier Hurrikans und ein schwerer Hurrikan.

Neben diesen Prognosen gibt es noch zahlreiche weitere Einschätzungen. Einen Überblick hierzu liefert eine gemeinsame Seite des Barcelona Super Computing Center und der Colorado State University. Hier zeigen sich noch größere Unterschiede zwischen den diesjährigen Vorhersagen. Grund dafür ist die Frage, ob es 2018 zu einem El-Niño-Ereignis kommen wird. Dieses globale Klimaphänomen hemmt die Hurrikan-Aktivität auf dem Atlantik. Im vergangenen Jahr wurde die Erde mit einer sehr aktiven Saison mit sechs besonders schweren Hurrikans und 17 Stürmen insgesamt konfrontiert. Im Rückblick gab es von 1981 bis 2010 durchschnittlich zwölf Stürme, 6,5 Hurrikans und zwei schwere Hurrikans pro Jahr.

Welche Schäden kann ein Hurrikan anrichten?

Nach den heftigen Stürmen von 2017 zeigt sich auch dieses Jahr leider keine Entspannung. Wenn ein heftiger Wirbelsturm mit voller Wucht auf ein stark besiedeltes Gebiet trifft, treibt er Millionen von Menschen aus ihren Häusern. Die Bewohner kämpfen noch Monate danach mit den Folgeschäden.

So richteten die Hurrikans Harvey, Irma und Maria im vergangenen Jahr einen Gesamtschaden mit einem Rekordwert von 220 Mrd. US-Dollar an. Die Auswirkungen von Harvey waren sogar weitaus größer als seinerzeit von Katrina. Als Katrina im Jahr 2005 New Orleans fast komplett überflutete und die amerikanische Küste am Golf von Mexiko verwüstete, starben 1.800 Menschen. Dieser Hurrikan allein verursachte Schäden von knapp 120 Mrd. US-Dollar.

Bild oben: Ryan Loughlin, Unsplash.com

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