Schneeschuhwandern
  14.01.2016

Schneeschuhwandern – tolle Alternative zum Skifahren

Verschneite Winterlandschaften, herrliche Ruhe und Natur pur – Schneeschuhwandern hat viel zu bieten. Und ist gesund, denn es stärkt Herz und Kreislauf. Schneeschuhwandern ist ein Sport, der mit wenig Aufwand und von allen Altersgruppen betrieben werden kann. Je nach Kondition entscheidet man sich für Winterwandern (in leichtem, mäßig steilem Gelände), Winterbergsteigen (in anspruchsvollem Gelände mit Gipfelziel) oder Schneeschuhtrekking (steiles Gelände mit extremen Bedingungen).

Die richtigen Schneeschuhe kaufen

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für die erste Wanderung im Schnee: der Schneeschuh. Durch ihre spezielle Konstruktion verhindern Schneeschuhe, dass man tief im Schnee einsinkt. Denn sie verteilen das Gewicht desjenigen, der sie trägt, auf eine größere Fläche. Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Modelle. Beim Kauf sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen, um das passende zu finden. Um festzustellen, ob man überhaupt Gefallen am Schneeschuhwandern findet, bietet es sich an, diese zunächst einmal auszuleihen (z.B. bei den Regionalsektionen des Alpenvereins oder in den Wintersportgebieten direkt). Man unterscheidet die Modelle „Originals“, „Classics“ und „Moderns“.

Originals haben eine sehr große Auftrittsfläche und eigenen sich für flache, tief verschneite Gebiete.
Classics sind gut für Genusswanderer in mäßig steilem Gelände geeignet.
Moderns sind für den sportlichen (Hoch-)Alpin-Einsatz gedacht, ideal bei hartem Schnee und Firn. Im tiefen und Pulverschnee sinkt man damit stärker ein, da sie eine kleinere Auftrittsfläche haben.

Die Größe der Schneeschuhe richtet sich neben dem Verwendungszweck nach dem Körpergewicht ihres Trägers (inkl. Rucksack) und der Schrittlänge. Schwerere Personen brauchen größere Schneeschuhe.

Besondere Schuhe (wie beim Skifahren) braucht man für die gängigen Schneeschuhe nicht. Am besten eigenen sich wasserfeste Wanderstiefel mit einer guten Profilsohle, genauso wie Plastikschalen-Bergschuhe. Bei der Bindung sollte man darauf achten, dass sie auch mit Handschuhen bzw. wenn sie vereist ist, leicht zu bedienen ist.

schneeschuhe

 

Schneeschuhe für Wandern im Schnee

Die richtige Ausrüstung für Schneeschuhwandern – was gehört noch rein?

  • Teleskop- oder Skistöcke (wichtig sind breite Schneeteller)
  • Gamaschen (damit der Schnee nicht in die Schuhe eindringt)
  • Warme, wasserdichte und atmungsaktive Kleidung (am besten im „Zwiebel-Prinzip“)
  • Handschuhe und Mütze
  • Sonnen- oder Skibrille
  • Sonnencreme
  • Rucksack mit einem warmen Getränk, Energieriegel und evtl. Kleidung zum Wechseln
  • Detaillierte Karte des Gebiets
  • Handy (um im Notfall Hilfe rufen zu können)
  • Je nach Route: Lawinenschaufel und –sonde

Was ist beim Schneeschuhwandern zu beachten?

Wenn man eine alpine Route plant, sollte man sich vorab auf jeden Fall Informationen über die Lawinenverhältnisse und das Wetter einholen. Außerdem sollte die Route nach der Kondition der Teilnehmer ausgewählt werden. Wie bei jeder Bergwanderung und Skitour sollte man Zeit für Ruhepausen einplanen und dabei bedenken, dass es im Winter früher dunkel wird.

Ein ganz wichtiger Punkt ist der Schutz der Natur. In Waldgebieten sollte man die Wander- und Schneeschuhwege nicht verlassen, um die Lebensräume der Wildtiere nicht zu stören. Der Deutsche Alpenverein hat dazu extra „Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren“ ausgezeichnet. Kein Lärm und Müll verstehen sich von selbst.

Fast alle Wintersportregionen bieten mittlerweile gut präparierte Winterwanderwege sowie markierte Schneeschuhwege und eröffnen so viele Möglichkeiten, verschneite Winterlandschaften zu entdecken. Mehr Informationen dazu finden Sie z.B. beim Deutschen Alpenverein.

Ein Kommentar zu “Schneeschuhwandern – tolle Alternative zum Skifahren”
  1. Schneeschuhwandern ist eine super Alternative zum Ski- oder Snowboardfahren. Das tolle ist, dass man dafür keine weiteren Vorkenntnisse benötigt und theoretisch direkt losstapfen kann. Nach relativ kurzer Zeit hat man den Dreh raus und möchte eigenlich gar nicht mehr aufhöhren (vorausgesetzt, man hat vernünftige Schneeschuhe an den Füßen)

    Grüße Reiner

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