Tachen im Urlaub Taucher im Meer
  09.11.2017

Tauchen im Urlaub – von der Planung bis zum ersten Tauchgang

Bunte Korallenriffe, farbenprächtige Fische und seltene Meerestiere – die Unterwasserwelt zu entdecken war schon immer Ihr Traum? Dank der modernen Ausrüstung ist Tauchen im Urlaub heutzutage nicht gefährlicher als Segeln oder Surfen. Vorausgesetzt, die Sicherheit geht dabei immer vor. Die wichtigsten Profitipps für Tauchurlauber – von der Planung bis zum ersten Tauchgang.

Wer tauchen darf – der wichtigste Check vorab

Unter Wasser ist unser Körper im Ausnahmezustand – physisch und mental. Daher sollten Sie nur tauchen, wenn Sie fit sind. Vor der Planung des ersten Tauchurlaubes sollten Sie sich einer Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen; zu ihr gehören unter anderem ein Ruhe-EKG und ein Lungenfunktionstest. Kritisch könnte ein Tauchgang für Menschen werden, die unter Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen, Epilepsie oder Diabetes leiden. Schwangere dürfen grundsätzlich nicht tauchen und Kinder sollten mindestens acht Jahre alt sein. Bei welchen Vorerkrankungen man nicht tauchen sollte, finden Sie auf der Webseite der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin.

Tauchreisen sind oft kostspielig. Eine Reiserücktrittsversicherung sichert Sie finanziell ab, falls Sie vor der Reise unerwartet erkranken und nicht reisen dürfen. Jetzt berechnen!

Tauchschein und Tauchschulen

Wer einen Tauchschein macht, lernt nicht nur technisch unter Wasser zu schwimmen, sondern auch, wie man in Gefahrensituationen richtig reagiert. Nur so halten Sie das Risiko eines Unfalls möglichst gering. Den Tauchschein kann man auch am Urlaubsort machen – in diesem Fall sollten Sie sich aber über die Qualität der Tauchschulen vor Ort informieren. Die größten Anbieter sind VDST, NAUI, CMAS, PADI und SSI. Diese Organisationen stellen jeweils eigene Tauchscheine aus, erkennen aber auch die der anderen an.

Tauchen nah oder fern – die Auswahl des Urlaubsortes

Für Tauchanfänger eignen sich eher flache, angenehm temperierte Gewässer, wie zum Beispiel das berühmte Great Barrier Reef vor der Küste Australiens. Auch das Rote Meer oder die Malediven versprechen ein unvergessliches Taucherlebnis. Wer eine weite Anreise für den ersten Tauchgang vermeiden möchte, der findet beispielsweise auch in Österreich, in Kroatien, auf den Balearen oder den griechischen Inseln gute Bedingungen. Hier empfehlen sich aber eher die Sommermonate, selbst in Griechenland kann es im Winter recht kühl werden.

Die wichtigsten Tauch-Regeln

Eine qualitativ hochwertige Tauchausrüstung muss man nicht unbedingt selbst kaufen, denn sie wird in der Regel von der Tauchschule zur Verfügung gestellt. Der Kauf einer eigenen Tauchmaske schadet allerdings nicht. Vor jedem Tauchgang geht man – ob Anfänger oder Profi – die wichtigsten Regeln unter Wasser nochmal durch:

  1. Tauchen Sie nur, wenn Sie sich wohl fühlen.
  2. Trinken Sie ausreichend vorher, so senken Sie das Risiko einer Dekompressionskrankheit.
  3. Checken Sie sorgfältig die Ausrüstung mit dem Tauchpartner.
  4. Gehen Sie die Handzeichen fürs Tauchen noch einmal durch.
  5. Achten Sie unter Wasser immer auf einen rechtzeitigen Druckausgleich.
  6. Gehen Sie verantwortungsvoll mit der Unterwasserflora und -Fauna um.
  7. Überschreiten Sie nicht die Aufstiegsgeschwindigkeit (10 m / Min, die letzten zehn Meter noch langsamer).

Tipp: Damit die Tauchmaske unter Wasser nicht beschlägt, behelfen sich die Profis mit einem Trick. Reiben Sie die Tauchmaske vor dem Tauchen mit ein bisschen Zahnpasta ein (oder alternativ mit Spülmittel) und spülen sie mit Süßwasser aus.

Tauchzeichen

Nichts überstürzen beim Tauchen im Urlaub und Pausen einhalten

Planen Sie sich am Anfang genügend Zeit ein, um das Tauchrevier, die Tauchschule und den Tauchpartner – den „Dive Buddy“ – kennenzulernen. Denn Pausen sind beim Tauchen Pflicht. Zwischen der Heimreise im Flugzeug und dem letzten Tauchgang sollten Sie eine Ruhephase einhalten, um die Sauerstoffsättigung Ihres Körpers wieder auf den Normalstand zu bringen. Bei nur einem einzigen Tauchgang reichen 12 Stunden;  bei mehreren Tauchgängen sollten es 36 bis 48 Stunden sein. 

Wenn es Probleme beim Tauchen gibt

Typische Symptome eines Tauchunfalls sind beispielsweise extreme Müdigkeit, Hautjucken („Taucherflöhe“), Atembeschwerden, Schmerzen und Bewusstseinsstörungen. Der Patient muss dann in eine stabile Lage gebracht und mit Sauerstoff versorgt werden. Meist ist in der Folge eine spezielle Sauerstofftherapie in einer Druckkammer notwendig. Diese Druckkammern gibt es an den meisten Urlaubsorten mit Tauch-Tourismus. Der Transport dorthin sollte durch den alarmierten Rettungsdienst erfolgen.

Was bedeutet eigentlich Apnoe-Tauchen?

Bei Apnoe taucht man frei, ganz ohne Pressluftflasche, lediglich mit der richtigen Atemtechnik. Dadurch lassen sich Tauchgänge von mehreren Minuten ermöglichen. Der Weltrekord liegt sogar bei über 11 Minuten. Manche sagen, es ist die perfekte Form des Tauchens.

Plan B: Schnorcheln statt Tauchen

Allen, die zu viel Respekt vor den Tiefen des Ozeans haben, bietet Schnorcheln eine schöne Alternative. Auch dabei gewinnt man Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt. Und wer weiß, vielleicht wagt man dann doch irgendwann den Schritt zum Tauchen.

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