Wie viel Trinkgeld weltweit?
  12.04.2018

Trinkgeld weltweit – so viel sollten Sie geben!

Trinkgeld ist hierzulande nicht nur üblich, sondern gilt auch als Wertschätzung für einen guten Service. Wer jedoch glaubt, dass ein hoher Obolus Kellner und Kellnerinnen auf allen Teilen der Erde glücklich macht, hat weit gefehlt. Trinkgeld weltweit – wie viel in welchen Ländern angemessen ist und wie Sie Fettnäpfchen vermeiden.

Trinkgeld in Asien – in Japan besser nicht!

In Asien reicht häufig ein freundliches Lächeln aus, um der Bedienung seine Wertschätzung auszudrücken. Eine Ausnahme stellt jedoch Thailand dar. Dort haben sich Servicekräfte in Hotels oder Restaurants bereits an westliche Standards angepasst und sehen einen etwa zehnprozentigen Zuschlag als angemessen an.
In Japan hingegen wird mit entsetztem Naserümpfen reagiert – gilt ausgezeichneter Service doch als reine Selbstverständlichkeit und Trinkgeld daher als Beleidigung. Dies gilt übrigens auch in China. Wer sich erkenntlich zeigen möchte, bringt lieber kleine Geschenke mit.

Trinkgeld in Skandinavien meist inklusive

Bei unseren nordischen Nachbarn Finnland, Norwegen und Dänemark spielt das Trinkgeld keine so große Rolle, da der Service in der Regel im Rechnungsbetrag inkludiert ist. Ausnahme bildet jedoch Schweden: Dort gilt, ähnlich wie in Deutschland, ein zusätzlicher Aufschlag von zehn Prozent als angemessen.

Übrigens: Auch in der Schweiz sind Trinkgelder in Restaurants oder Taxis meist als Servicegebühr im Preis enthalten. Wer noch extra was geben möchte, rundet einfach den Rechnungsbetrag auf.

In Südeuropa – nach eigenem Ermessen

Mit den Gepflogenheiten im Süden Europas sind Einige vermutlich schon einmal in Berührung gekommen: Das Aufrunden der Rechnung beim Bezahlen sorgt beispielsweise in Italien, Frankreich und Spanien für irritierte Blicke. Wer sich nicht als Tourist outen möchte, sollte beim Verlassen des Restaurants das Trinkgeld, etwa fünf bis zehn Prozent des Preises, auf dem Tisch zurück lassen.

USA – Tip ist Pflicht

Am höchsten fällt der tip für gewöhnlich in den USA aus. Der Grund hierfür liegt am niedrigen Lohnniveau der Servicekräfte. 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrages sollten Sie daher dem Kellner oder der Kellnerin überlassen, bei Buffet reichen zehn Prozent aus. Wer hierfür nicht bereit ist, kann schon einmal mit dem Zorn des Restaurantbesitzers rechnen. Was passieren kann, wenn das Trinkgeld nicht den Erwartungen des Personals entspricht, musste auch der amerikanische Football-Star LeSean McCoy erfahren. Nachdem er die Servicekräfte eines Burger-Restaurants in Philadelphia bei einer Rechnung von etwa 60 Dollar mit nur umgerechnet 15 Cent tip entlohnte, brach ein öffentlicher Sturm der Entrüstung über ihn herein.

Liechtenstein – ein kleines Trinkgeld

Am „günstigsten“ im weltweiten Trinkgeld-Vergleich zeigt sich Liechtenstein. Hier gelten schon fünf Prozent des Rechnungsbetrages im Restaurant oder auch bei Taxifahrten als vollkommen in Ordnung.


Trinkgeld weltweit – die Faustregel

Grundsätzlich ist in den meisten Ländern ein Trinkgeld von zehn bis 15 Prozent ausreichend. Wer die Möglichkeit hat, erkundigt sich am besten bei Einheimischen nach den lokalen Gepflogenheiten. Dann kann bei den künftigen Reisen und Restaurantbesuchen nichts mehr schief gehen!

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