ungewöhnliche Zahlungsmittel weltweit Muschelgeld Salomonen
  04.01.2018

Bezahlen weltweit: Geld ist nicht gleich Geld!

Bereits seit dem 6. Jahrtausend v. Chr. gab es die ersten Tauschgeschäfte, aus denen sich im Laufe der Zeit die heute weltweit 160 verschiedensten Währungen entwickelten. Doch Geld ist nicht gleich Geld, und auch heute nicht immer unbedingt Schein oder Münze. Hier kommen 5 kuriose Fakten und ungewöhnliche Zahlungsmittel rund um den Globus:

1. Bargeldlos in Schweden

Urlaub ohne Bargeld? Das ist in Schweden absolut kein Problem! Anders als bei uns trägt dort kaum noch jemand Münzen und Geldscheine mit sich herum. Egal, ob Tante-Emma-Laden, öffentliche WCs oder Schließfächer – in Schweden gibt es so gut wie keine Dienstleistung mehr, die nicht mit Karte bezahlt werden kann. Sogar für die öffentlichen Verkehrsmittel müssen die Fahrgäste lediglich eine Access-Karte aufladen. In einigen Restaurants wird Bares inzwischen sogar nicht mehr akzeptiert.

2. Muschelgeld in der Südsee

Auf den Salomonen hat sich die Landeswährung, der salomonische Dollar, weitestgehend durchgesetzt. Die ursprüngliche Währung der Bevölkerung aus Muscheln („Kastom mani“ –  das traditionelle Geld) wird trotzdem weiterhin verwendet. Doch nicht jede beliebige Muschel wird als Zahlungsmittel anerkannt. Lediglich die Schalen der Naussa-Schnecke und der Stachelauster werden aufwändig zu „Geld“ umgewandelt, indem sie in Scheiben geschnitten werden. Verwahrt wird das Muschelgeld auch nicht in Portemonnaies, sondern an Ketten, auf die die Gehäuse der Meeresbewohner aufgefädelt werden.

3. Handykarten und Kronkorken in Afrika

Da die Landeswährungen auf dem afrikanischen Kontinent als instabil und unsicher gelten, hat sich dort ein reger Tauschhandel etabliert. Dabei haben sich vor allem bunte Kronkorken und Handy-SIM-Karten als beliebte Tauschwaren durchgesetzt. Im Gegensatz dazu, ist dort jedoch das mobile Bezahlen schon wesentlich weiter vorangeschritten als in vielen anderen Teilen der Welt. In Kenia wird der Bezahldienst M-Pesa beispielsweise bereits von über zwei Dritteln der Bevölkerung genutzt und hat durch seine einfache Handhabung sogar für einen Rückgang der Armenrate des Landes gesorgt.

4. Geld ist nicht gleich Geld auf Kuba

Auf Kuba existieren gleich zwei anerkannte Bargeld-Währungen: Eine für Einheimische und eine für Touristen. Die Locals bezahlen mit dem Peso Cubano (CUP) vor allem staatlich subventionierte Waren und Dienstleistungen. Da die Währung jedoch sehr wenig wert ist, werden einige alltägliche Konsumgüter für die Touristen wesentlich teurer in der zweiten gültigen Währung, dem Peso Convertible (CUC), angeboten. 24 CUP entsprechen einem CUC, was wiederum etwas weniger als ein Euro ist. Während die lokale Bevölkerung beide Währungen nutzt, können Touristen aus dem Ausland ausschließlich in CUC bezahlen und müssen oftmals die höheren Preise in Kauf nehmen.

5. Mit Bitcoins & Co. in die Zukunft

Nicht neu, dafür hoch umstritten – die Kryptowährungen und die Veränderungen, die der Handel mit Bitcoins, der beliebtesten digitalen Währung, in Zukunft mit sich bringt. Nach dem Bitcoin-Höhenflug an der Börse im vergangenen Jahr legen auch zwei weitere digitale Kryptocoins, Ripple und Ethereum, am Wert deutlich zu – bereit für den Wettbewerb in der virtuellen Welt. Nicht nur für Anfänger ganz schön spooky!


Trinkgeld weltweit?

Neben dem Zahlungsmittel stellt sich die Frage nach dem angemessenen Trinkgeld im Reiseland. Schließlich will man damit die Wertschätzung zum Ausdruck bringen ohne dabei in ein Fettnäpfchen zu treten. Wie es richtig geht – aufgepasst in diesen Ländern!

 

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