Wandern mit Hund
  04.05.2017

Wandern mit Hund – so klappt’s!

Wussten Sie, dass auch Hunde Höhenangst haben können? Wer seinen besten Freund auch auf Reisen nicht missen möchte, muss einige Fragen vorab klären. Wandern mit Hund – so kommen Sie zu einem entspannten Urlaub mit Ihrem Vierbeiner.

Was einpacken? Reisegepäck mit Hund.

  • Reisepass des Hundes (bei Wandern in Österreich nicht, bei Reisen in andere Länder lieber zur Sicherheit einstecken)
  • Halsband oder Geschirr des Hundes (mit der eigenen Handynummer)
  • Liegedecke
  • Reisenapf
  • Futter
  • Leckerli
  • Lieblingsspielzeug (z. B. ein Kauseil für den entspannten Abend vor dem Kamin oder ein Wurfspielzeug zum morgendlichen Austoben)
  • Maulkorb – in manchen Regionen in Bus oder Seilbahn Pflicht (Ihr Hund sollte den Maulkorb bereits kennen und daran gewöhnt sein)
  • Flexileine (in Regionen mit Wild oder Kühen Pflicht)
  • Zeckenzange (wenn der Wanderausflug durch Felder und hohe Wiesen führt)
  • Telefonnummer von Tieräzten und Kliniken in der Urlaubsregion

Autofahren mit Hund

Im Auto fährt Ihr Hund am besten im offenen Kofferraum oder in einer Gitterbox mit. Ein Netz oder Gitter zwischen Kofferraum und Rücksitzbank schützt Ihren Hund bei einer Vollbremsung. Die meisten Gurte, die man am Geschirr befestigt, um den Hund auf der Rücksitzbank mitfahren zu lassen, sind nicht sicher. Alle paar Stunden sollten Sie eine kurze Pause einlegen und mit Ihrem Hund einige Schritte gehen. Wasser nicht vergessen!

Tipp: Füttern Sie Ihren Hund am besten erst nach der Autofahrt, in kurvigen Bergregionen wird dem Vierbeiner sonst schnell schlecht.

Zugreise mit Hund

Hunde bis zehn Kilogramm fahren in einem geschlossenen Behälter (oder einer Tasche) kostenlos mit. Für größere Hunde muss ein Halbpreis-Fahrschein gelöst werden. Im Zug ist es in fast jedem Land notwendig, einen Maulkorb parat zu haben. Vierbeiner haben keinen Anspruch auf einen Sitzplatz, sie müssen sich zu Füßen der Besitzer legen. Umsteigen ist zwar nervig, aber eine gute Gelegenheit ein paar Schritte mit dem Hund zu gehen.

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Wandern mit Hund

Junge Hunde haben mehr Kraft, gehen aber vielleicht nicht so gern lange Strecken an der Leine. Ältere brauchen mehr Pausen und insgesamt kürzere Strecken. Wenn der Hund es gewohnt ist, kann man ihm auch anspruchsvollere Strecken zutrauen. Steile Gipfelbesteigungen sind mit Hund nicht zu bewerkstelligen. Auch Hunde können Höhenangst haben und verweigern vielleicht wackelige Seilbrücken. Fragen Sie beim Tourismusamt nach, welche Strecken mit Hund geeignet sind. 

Wer gerne abends auf einer Hütte bleiben möchten, fragt besser vorab nach. Viele Hüttenbesitzer erlauben leider keine Hunde. In solchen Regionen ist es sinnvoller, sich eine hundefreundliche Pension zu suchen und von dort aus Tagesausflüge zu machen.

Tipp: Am Abend nach der Wanderung das Fell immer gründlich nach Zecken absuchen. 

Welche Wanderroute mit Hund?

Unterschätzen Sie die Sonne nicht! Lange Strecken in der prallen Sonne sind auch für Hunde sehr anstrengend. Wählen Sie eine Route, die zumindest teilweise im Schatten liegt oder starten Sie am frühen Morgen. Im Winter können vormals anspruchslose Strecken glatt und rutschig sein. Ausreichend Futter, Leckerli und Wasser für den Hund für unterwegs gehören in jeden Wanderrucksack. Leckerlis helfen auch an schwierigen Stellen, den Hund freundlich zum Weitergehen zu motivieren. Zerren Sie ihn niemals mit Gewalt über Brücken oder schwierige Wegstrecken, da dies zu Traumata führen kann und er beim nächsten Mal gar nicht mehr zum Weitergehen zu bewegen ist.

Tipp: Strecken mit Wasserfällen, Seen oder Bächen machen Ihrem Begleiter umso mehr Spaß.

 

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Wenn Vierbeiner auf Vierbeiner treffen – wie verhalten?

In Österreich führen Wanderrouten häufig durch Almgebiete, in denen Kühe, Schafe oder Ziegen weiden. Vorsicht vor Kühen mit jungen Kälbern oder vor jungen Bullen! Sollte eine Kuh mit gesenktem Kopf auf Sie zusteuern, leinen Sie den Hund ab und flüchten Sie – so die Empfehlung des Österreichischen Alpenvereins. Der Hund kann ohne Leine schneller und besser ausweichen. Wenn der Hund an der kurzen Leine ist, werden Sie mit ihm zur Zielscheibe!

Tipp: Gewöhnen Sie Ihren Hund bereits vor Wanderungen durch Almgebiete an Weidetiere, indem sie einfach mal ein Feld oder Tierpark in der Nähe besuchen.

 

Michaela HarfstMichaela veröffentlicht seit 2010 auf www.transglobalpanparty.com vegetarische und vegane Rezepte aus aller Welt sowie Reiseberichte von ihren Städtetrips, Wanderausflügen oder Fernreisen. Ihr Hund Roli begleitet sie auf vielen Reisen.

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