Weltreise mit Kind
  06.04.2018

Weltreise mit Kind: Sushi zum Frühstück und jede Menge Ur-Vertrauen!

„Und was ist, wenn euch das Essen nicht schmeckt? Ihr ausgeraubt werdet? Oder vor Ort nicht wisst wohin?“ Ob fremde Kultur, Sprache, ungeahnte Reisewege oder exotisches Essen – Janina hat mit ihrem Sohn Max die verschiedensten Plätze dieser Welt besucht und dabei die unterschiedlichsten Menschen kennen gelernt. 5 Dinge, die sie ihre Weltreise mit Kind gelehrt hat:

1. Weltreise allein mit Kind – und was ist mit dem Risiko?

Seit mehr als einem Jahr sind Max und ich in der Welt unterwegs. Natürlich gibt es verschiedene Hürden, die wir unterwegs meistern müssen und Situationen, die nicht einfach sind. Und natürlich gibt es die Tage an denen ich denke, ein uns bekanntes Bett in München wäre jetzt auch nicht schlecht. Allerdings selten. Sehr selten. Denn das Unbekannte macht es ja gerade aus. Auf ins Abenteuer, das war unser Plan. Wohlfühlen im Abenteuer, das haben wir geschafft.

2. Fremde Sprache: Brockenweise durch die Welt.

Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch: Während ich in der Schule mit Zahlen so rein gar nichts anfangen konnte, haben es mir Sprachen schon immer angetan. Ein großer Vorteil um unterwegs mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Funktioniert in vielen Ländern ziemlich gut, in manchen allerdings nicht ganz so einfach. Denn teilweise kommen wir noch nicht einmal mit Englisch weiter. Und selbst wenn, ist es oft eher ein Nachteil. Denn nicht nur auf Bali sind mir schnell die preislichen Unterschiede auf dem Markt aufgefallen.  „Bisa bicara sedikit Bahasa Indonesia“ hingegen hat uns hier viele strahlende Gesichter und die einheimischen Preise beschert. Wenigstens ein paar Floskeln in der gängigen Sprache machen schon viel aus. Und stolz, wenn die Einheimischen anfangen uns zu verstehen. Sie freuen sich über unsere offensichtlichen Anstrengungen – vor allem, wenn Max mit ein paar Wörtern loslegt.

Weltreise mit Kind

3. Ungeahnte Reisewege: Flugzeuge, Containerschiffe und immer wieder den Daumen raus.

Es kann von Vorteil sein, bereits im Vorfeld bis ins Detail zu planen. Gibt viel Sicherheit, nimmt allerdings auch viele Möglichkeiten. Daher am besten nur am Anfang der Reise vorbuchen und sich dann Freiraum zum Erkunden lassen. Wie zum Beispiel in Französisch Polynesien: Nicht gerade ein günstiges Reiseland. Um von einer Insel zur nächsten zu kommen, gibt es natürlich Flugzeuge. Für uns jedoch außerhalb der Preisspanne. Doch kaum hatten wir Tahiti erreicht und mit den ersten Einheimischen gesprochen, war die Lösung auch schon da. Mehrmals die Woche fahren Containerschiffe zwischen den einzelnen Inseln hin und her. Nehmen hier und da ein paar Reisende mit. Es braucht wenig Geld, dafür mehr Geduld.

Um nach Bora Bora zu kommen, mussten wir den Kapitän drei Tage in Folge bezirzen. Immer wieder nachhaken. Doch wir haben es geschafft – für einen Ticketpreis von 10 Euro, zum Südsee-Sonderpreis. Und auch das Fortbewegen auf den Inseln war immer kostenlos. Denn per Anhalter fahren gehört hier fast schon zum Alltag. Ist somit nicht nur günstig, sondern auch noch einfach: Mit nassen Haaren und sandigen Füßen auf der Ladefläche eines Pickups durch die Landschaft von Huahine. Wer hätte das vorher geplant!

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4. Exotisches Essen: Mit Sushi to go durch Japan

Mit einem Kind in den Küchen dieser Welt unterwegs zu sein, kann manchmal nerven. Und zwar richtig. Denn während ich wirklich Alles (außer Fleisch) probieren möchte, ist der Wunsch nach Auswahl bei Max eher eingeschränkt. Doch eines habe ich nach scheinbar endlosen Diskussionen um die Fülle internationaler Teller irgendwann gemerkt: Das Kind wird satt. Manchmal mehr, manchmal weniger. Also entspannt bleiben und weiter essen. Ich zumindest und Max dann erfahrungsgemäß irgendwann auch. Eine absolute Wohltat war unsere Reise einmal quer durch Japan. Denn Lachs, Avocado und Reis mögen wir beide. Sushi-Paradies für uns zwei!

5. Und das Wichtigste: Ur-Vertrauen und siebter Sinn!

Wir sitzen im Bus. Umringt von mongolischer Musik und mongolischen Mitreisenden. Englisch spricht hier keiner. Die nächsten 15 Stunden werden wir so miteinander verbringen. Auf einer Reise durch Gebiete, die ich nicht kenne, unter Gegebenheiten, die ich nicht kenne. Und dennoch habe ich keine Angst. Ein ganzer Bus passt schließlich auf uns auf! Während der gesamten Reise ist uns nie etwas Schlimmes passiert. Während der gesamten Reise hatte ich selten ein komisches Gefühl. Denn die Menschen, denen wir begegnet sind, waren sehr hilfsbereit. Überall auf der Welt. Vor allem mit einem kleinen Kind an der Hand.

Es stimmt. Manchmal schmeckt uns das Essen nicht. Wir wurden auch schon einmal ausgeraubt. Und manchmal weiß ich wirklich nicht, wohin. Doch schlimm ist das alles nicht. Reisen bedeutet Risiko!? Reisen alleine mit Kind noch viel mehr. Doch Reisen bedeutet vor allem Abenteuer. Und soll es auch sein. Egal wo, egal wie.

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